Wintertagung 2017

Die diesjährige Wintertagung startete jahreszeitgemäß und wie es der Name Wintertagung erahnen lässt, winterlich weiß…

Nach einleitenden Worten von Gerhard Röhner nahm die Tagung dann auch alsbald Fahrt auf, galt es doch die Verzögerungszeit wieder aufzuholen 🙂 …

Der erste Vortrag von Torsten Larbig von der Schillerschule Frankfurt widmete sich dem zunächst etwas sperrig anmutenden Titel Netzsensibilität – Interdependenz und Verwobenheit der Welt auf dem Weg von einer Gesellschaft mit digitalen Werkzeugen zu einer digitalen Welt

Larbig_Mefobian_2017

Sein Vortrag rangte sich im Wesentlichen um ein einziges Bild, um ein Bild Martin Luthers von Lucas Cranach dem Jüngeren. Medien schaffen Strukturen und sind damit mehr als vielleicht nur Datenträger. Im Kern ging es auch darum, wie das Lernen im 21. Jahrhundert besser gelingen kann, auch unter dem Aspekt des Einsatzes digitaler Medien. Gibt es wie zu Luthers Zeiten, nach der Einführung des Buchdrucks Parallelen zur heutigen Zeit? Welche Bedenken es unter bewahrpädagogischen Aspekten gibt, ist bekannt…

… worauf kommte es an, wenn Lernen wirklich gelingen soll (hier der Bezug zum Vortrag)

  • Arbeit in Lerntandems
  • Lehrkräfte müssen begleiten (bspielsweise in Lernbüros), sonst ist der Lernerfolg gering
  • digitale Medien und analoge Medien müssen nebeneinander und schnellwechselnd eingesetzt werden
  • die Lehrkräfte müssen professionell geschult werden, hier zeigen Tutorensysteme die beste Wirkung

Geht es um digitale Werkzeuge oder geht es um die Bildung digitaler Strukturen? Auch wenn wir digitale Strukturen aus der Schule heraushalten, sind diese doch in unserer Welt vorhanden. So schwer dieser „Kampf gegen die digitalen Medien“ auch sein mag, es wird nicht gelingen, auch wenn dieses immer wider versucht wird (aktuell: Emmanuel Macron verbietet Handys in der Schule). Vernetzte Systeme werden uns begleiten, auch wenn wir analog arbeiten. Hierzu sollte man sich den Skills den 4 Ks (Kritisches Denken, Kreativität ,Kollaboration und Kommunikation) widmen. Interessant scheint, was wir von Neuronen-Netzwerken lernen können.

Hoffstedde

Auch der nächste Vortrag war ein kurzweiliger. Bernd Hoffstedde von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg widmete sich dem Einsatz digitaler Medien in der Bildung: Tablet meets Smartboard…  Mobiltelefone in Form von VR-Brillen und Co. aber auch Tablets trafen auf die Teilnehmer der Veranstaltung. Herr Hoffstedde arbeitete engagiert am Board, bediente sich motiviert der Plattform Classlab.com, um  Umfragen durchzuführen, stellte Schutzhüllen fürs Tablet vor und präsentierte 360 Grad Videos sowie frische Tools wie Actionbound, BrainYoo, Apple Classroom die das Lernen erleichtern können.

Die Mittagspause haben sich alle Teilnehmer gut verdient, wurde doch über den Vormittag angestrengt gearbeitet…

Nach der Mittagspause ging es um Beispiele aus der Praxis. Hier präsentierten Kathrin Bechtold, Marlene Reimann, Isabell Moering, Barbara Donnelly vom Studienseminar GHRF Darmstadt ihre Arbeit, die unter dem Titel Auf dem Weg – Nutzung digitaler Medien in der Modularbeit am Beispiel des Mathematikfachmoduls Grundschule am Studienseminar GHRF Darmstadt stand. Nach konzeptionellen und organisatorischen Vorüberlegungen, welche das Leitbild und die Inhalte der Modularbeit ausschärften wurde daraus die Schwerpunktsetzung der Modularbeit abgeleitet. Wichtig hier bei ist und war, dass die LiV enge Theorie- und Praxisbezüge erleben. Ausgehend von der Fragestellung „Was ist guter Mathematikunterricht?“ wurde das Konzept des Mathematikmoduls am Studienseminar Darmstadt entwickelt. Die ursprüngliche Portfolioarbeit konnte durch den Einsatz von Tablets deutlich erweitert werden. Dank des Tablet-Projektes war dies gut möglich. Digitale Medien lassen sich so zum Dokumentieren, Analysieren und Reflektieren auf  der Seite der Lernenden einerseits als auch auf der Seite der Lehrenden andererseits bestens nutzen. Darüber hinaus wurden die digitalen Medien im Sinne des dialogische Lernens genutzt um so miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren (online & offline). Der Vorteil hierbei ist hier auch in der Unabhängigkeit von der Zeit zu sehen. LiV konnten so Feedback zum Arbeitsstand innerhalb der Peergroup geben. Ausgehend von den vier Fragen Hatties

  • Wo stehe ich?
  • Wo will ich eigentlich hin, was ist mein Ziel?
  • Wie komme ich voran?
  • Was sind die nächsten Schritte?

entstanden die einzelnen Portfolios. Untermauert wurden die theoretischen Aussagen mit einzelnen kleinen Videosequenzen. Vielen Dank für die Einblicke am Studienseminar Darmstadt.

Mahara_MefobianNeues vom Bildungsserver – gab es von und mit Hermann-Joseph Wehner von der Hessischen Lehrkräfteakademie. Hier wurden auch Inhalte wie Mauswiesel und Select vorgestellt. Darüber hinaus stellte Herr Wehner Moodle und Mahara auf dem Bildungserver vor. Beide Angebote können von allen hessischen Schulen in wenigen Sekunden freigeschaltet werden.

Erste Universitäten(Gießen und Marburg) nutzen den Bildungsserver ebenfalls, was die Erstellung von beispielsweise die Portfolioarbeit mittels Mahara als phasenübergeifendes Projekt bestens ermöglicht.  Darüber hinaus wurden weitere Perspektiven der Entwicklung (Webdesign, Kalenderfunktionen, SingleSignOn, Besserer Editor, Schulportal (Bildungsserver + Lanis), …) aufgezeigt. Abschließend ging es um Neuerungen auf dem Bildungsserver (Rollenzuweisung in der Community, …). Die Fragen an Hermann-Joseph Wehner wollten sich gar nicht mehr erschöpfen. Vielen Dank für diesen Beitrag.

Matthias Heil vom Studienseminar für Gymnasien Fulda hätte sich gern sich dem Thema  SAMR, 4K und DDD – Vorschlag zur Medienkompetenz-Entwicklung im Vorbereitungsdienst angenommen, hat aber seine Zeit dankenswerterweise Herrn Wehner zur Verfügung gestellt. Dennoch hier ein kleiner Teaser zur Thematik.

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Den Abschluss und Ausblick gestaltete Gerhard Röhner. Er verwies auf zwei weitere Veranstaltungen…

(Digitale) Visualisierungen kooperativ gestalten und Medienbildung – Medieneinsatz neu denken – Anmeldungen sind noch möglich

Darüber hinaus verwies er nochmals auf die Fragebogenaktion zur Ausstattung und zum Einsatz digitaler Medien in der hessischen Lehrerbildung. Die Fachtagung zum Thema wird im März 2018 stattfinden.

Es wird auf dem Hessischen Bildungsserver Online-Angebote (Webinare und Online-Angebote) durch den Cornelsen-Verlag geben.

Gerhard Röhner verwies auf den Bericht über das Tablet-Projekt und freut sich über die hoffentlich stattfindende Folgefinanziereung des Projektes.

***

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit in 2017

Frohe Weihnachten und ein wunderbares Jahr 2018

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

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SOMMERTAGUNG

Tagung der pädagogischen IT-Beauftragten und Medienausbilder

Es ist der 28.06.2017. Die letzte Schulwoche läuft. Natürlich gibt es bis zum Beginn der Sommerpause noch viel zu schaffen. Doch die Tagesordung der diesjährigen Sommertagung der  IT-Beauftragten der Hessischen Studienseminare lockt in die Sportschule Frankfurt. Gerhard Röhner eröffnet pünktlich…

Johannes Reutner aus  Blaibach übernimmt promt…  sein Thema: Üben und Feedback digital – der Schulversuch Lernreich 2.0

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„lern reich2.0“ ist im Grunde ein Modell- oder besser ein Schulversuch aus Bayern, der „Das individuelles Lernen mit digitalen Medien gestalten“ in den Fokus rückt. 14 Mittelstufenschulen, 15 Realschulen und 17 Gymnasien haben über 3 Jahre am Schulversuch teilgenommen. Die zentralen Themen waren und sind: Individualisierung, Übungsformate, Feedback, selbstgesteuertes Lernen und Diagnose.

Um den Grad der Anschauung zu erhöhen, Inhalte adressatengerecht zu verteilen und zielgruppennah zu präsentieren wurde auf mebis, einer moodlebasierten Lernplattform sehr praxisnah gearbeitet.

Darüber hinaus wurden Weboberflächen wie H5P und Adobe Spark zur Erstellung interaktiver Videos   vorgestellt.

Kurse wurden so währemnd der heutigen Veranstaltung geschaut und getestet…, …mit einem abschließenden Film im „Bayernformat“ schloss der kurzweilige Vortrag. 🙂

Weiter ging es mit Michael Elster vom Medienzentrum Wiesbaden. Es wurde der Frage nachgegangen, wie sich das Verhältnis oder die Kooperation zwischen den Medienzentren und den Studienseminaren in Hessen gestaltet. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss – von der Bildstelle zum Medienzentrum – ging es inhaltlich um die Bereitstellung von Unterrichtsmedien, den Geräteverleih, verschiedene Fortbildungsformate, um Beratung, um die Begleitung von Medienprojekten, Schulkino, IT-Support, Netzwerkadministration und Werkstattservice. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages stellte der EDU-Pool Hessen dar. Hier finden sich arbeitsmaterialgebundene Filme von besonderer Kürze und Sequenzierung, so dass sich diese leicht im Unterricht einsetzen lassen. Nach einer Anmeldung/Login lassen sich Medien verschiedener Art online ausleihen. Nicht zwingend ist der Gang zum zuständigen Medienzentrum in direkter Nähe, denn die gewünschten Medien werden inzwischen den Schulen über einen Service zugestellt.

Gemeinsame Projekte über Cloud-Dienste am Beispiel OneNote war das Thema von Martin Heymann vom Studienseminar für berufliche Schulen in Darmstadt. Er stellte ein Projekt vor, welches mit LiV vom Studienseminar für berufliche Schulen Darmstadt durchgeführt wurde. Ziel dieses OneNote-Projektes war  zunächst Informationsverteilung an die LiV zu einem bestimmten Thema, welches es zu bearbeiten bzw. zu recherchieren galt. in einem zweiten Schritten sollten aber auch LiV eigene Recherchetools an die Ausbilder liefern. Letztlich geht es darum LiV die Möglichkeit zu geben, ProdUsern zu werden.

Bildschirmfoto 2017-06-28 um 13.40.30Zur Thematik „Mobile Device Management“ war Dieter Umlauf sehr aussagekräftig. Der Link zur Präsentation findet sich hier (oder ein Klick auf das Bild).

Bildschirmfoto 2017-06-29 um 07.47.23

Im MDM-Vortrag ging es auch um den Apple Configurator 2 und die Möglichkeiten des Einsatzes von iPad-Wagen.

Nach der Mittagspause ging es um Motivation von SchülerInnen der 9. Jahrgangsstufe durch die Arbeit mit Tablet-PCs im Physikunterricht. Thomas Arnold, LiV am Studienseminar für Gymnasien Heppenheim, präsentierte die Inhalte und Ergebnisse seiner pädagogischen Facharbeit. Die Folien seiner Präsentation kann man hier schauen:

Die Teilnehmeneden lernten eine neue Möglichkeit der Erstellung einer Umfrage kennen. Plickers.

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Die Kooperation der hessischen Studienseminare mit der Firma SMARTTechnologies zeigte sich im fogenden Beitrag im Rahmen der Sommertagung. Dr. Sarah Henkelmann stellte den SMART Lesson Activity Builder vor. Hierfür hatte sie eine Präsentation mit der NoteBook-Software vorbereitet. Verschiedene Teilnehmer der Tagung wurden aktiv in die Präsentation eingebunden.

Den Abschluss und Ausblick gestaltete Gerhard Röhner mit einem Überblick zu den geleisteten Aufgaben des Projektes Mefobian im letzten Jahr.

Wir wünschen allen Lesern dieses Blogs eine erholsame Sommerpause.

Moderation: Gerhard Röhner, Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

… erster Dezember 2016 – Wintertagung!

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Nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmer durch Gerhard Röhner startete der Tag mit einem spannenden Vortrag mit dem Thema „Digitalisierte Bildungsprozesse und die Notwendigkeit einer „Inkompetenzkompensationskompetenz“ von Prof. Dr. Holger Horz von der Goethe-Universität-Frankfurt. Aktuelle Tendenzen, strukturelle Fragen der Zeit oder gesellschaftliche Neuausrichtungen und all das in Verbindung in Bezug auf eine stark medialisierte digitale Welt waren die Punkte, die sich wie ein Band durch den Vortrag zogen. Untermauert wurden alle Aussagen durch aktuelle Statistiken, wissenschaftliche Belege und Erfahrungen des täglichen Lebens. Die Präsentation findet man hier:

Der zweite Vortrag hatte das Thema Tablets in der Schule zum Thema. Tim Riplinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

No child left untableted“ war der Aufmacher mit dem der Referent in den Vortrag einstieg. Wie dies weltweit sich entwickelte, scheint zunächst sehr ambivalent. Positive Erfahrungen macht man wohl in den Niederlanden, an den sogenannten Steve-Jobs-Schulen. Herr Riplinger stellte darüber hinaus verschiedene Studien  aus Hessen und Rheinland-Pfalz vor. Im Weiteren wurden erfolgreiche Ideen zum Einsatz von Apps auf dem Tablet vorgestellt:

  • Tablets als normale Unterrichtswerkzeuge (Notitzenmachen, Texte lesen, Dokumentieren)
  • Apps zum Visualisieren (Geo Gebra, Mindmaps)
  • Apss zum Selbstlernen (Conjugation, Flipcards)
  • Tablets zum kreativen Gestalten (Foto, Video)
  • Tablets zum Präsentieren und Kooperieren
  • Sonderfunktionen von Tablets nutzen (GPS, Bewegungssensoren)

Den Vortrag kann man hier schauen:

Um Tabletprojekte im Kontext Unterricht erfolgreich zu gestalten, ist es so um so wichtiger, zunächst im Vorfeld interessierte Kolleginnen und Kollegen mit entsprechenden Geräten auszustatten und fortzubilden, Lernende auszustatten und ihnen die Potenziale aufzuzeigen, die Geräte dann auch mit nach Hause zu geben und selbstredend dann die Gruppe der digital affinen Kollegen durch Fortbildungen zu erweitern.

Ab 11.45 Uhr ging es um den aktuellen Umgang / Sachstand und Aktivitäten mit dem  Urheberrecht an den Studienseminaren. Georgia Markquart von der Hessischen Lehrkräfteakademie übernahm dankenswerter Weise diesen Part.

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Unmittelbar im Anschluss an die Informationen von Frau Markquart stellte Ingo Antony von der Hessischen Lehrkräfteakademie die Portfolioarbeit auf dem hessischen Bildungsserver vor. Ab April 2017, so sieht es die Planung vor, wedren die Angebote auf dem Bildungsserver bereitgestellt.

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Studierende an den hessischen Univeristäten können bereits im Rahmen ihres Studiums mit der Portfolioarbeit beginnen und die Inhalte mit in die zweite oder dritte Phase des Berufslebens mitnehmen.

Nach der Mittagspause wurde „geworkshopt“…Erik Kremser und zwei Studierende von der  Technischen Universität Darmstadt übernahmen die Nachmittagsveranstaltung „Tablets als Arbeitsgeräte in der Lehre – Was bringt mir ein Tablet für den Unterricht?“

… verschiedene Betriebssystem, diverese Interessen, unterschiedliche Fächer… all‘ dies spielte keine Rolle … es war für jeden Teilnehmer etwas dabei.

Sommertagung 2016

GerhardZu Beginn der diesjährigen Sommertagung stand das Thema Urheberrecht im Fokus der Diskussion. Lieselotte Haffke und Gerhard Röhner fragen nach, wie sich die Mediennutzung an den Hessischen Studienseminaren gestaltet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angebote des Bildungsservers entscheidend zurückgefahren wurden, was das Arbeiten deutlich erschwert. Teambildung und kollaboratives Arbeiten ist quasi unmöglich geworden,. Es wird seitens der Ausbilderinnen und Ausbilder nach eigenen kreativen privaten Lösungen gesucht, was kein Zustand sein kann und darf, da es im Kern um die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Ausbildungen hessischer Lehrkräfte geht.

Im Anschluss an die Diskussion stellte Dr. Christoph Dolanski vom Studienseminar BBS Mainz das Projekt Tablet@Ref – Einsatzbereiche aus dem Blickwinkel von Lern und Arbeitsbereichen im Studienseminar vor. Es ging im Kern um institutionalisierte Lernprozesse im Spannungsfeld von aktiver Mediennutzung (Medienkompetenzenwicklung). Dr. Dolzanski regte an das Primat didaktischer Überlegungen vor den technischen Möglichkeiten zu stellen und zeigte Wege auf, wie sich Tablets im Kontext Unterricht einsetzen lassen. Die Präsentation kann hier geschaut werden.

Silke Burkhart von der Lichtenberg-Schule in Darmstadt berichte aus der Arbeit in der Intensivklasse. Thematisiert wurde das Lernklima, der Umgang mit Regeln, der Tagesablauf und die Nutzung von Tablets. Frau Burkhart stellte Apps (Hallo; Ich will Deutsch lernen, Vokabeltrainer-App vom Goethe-Institut, Die Stadt der Wörter (iTunes) Die Stadt der Wörter (Google-Play-Store) vor und zeigte die Vorteile beim Einsatz der mobilen Greäte. Darüber hinaus wurden auch Methoden und Medien vorgestellt, die das Gelingen des Unterrichts unterstützen.

Gerhard Röhner stellte das Tablet-Projekt der Hessischen Studienseminare vor. Beginnend mit einer kleinen Rückschau rückte er die Vorzüge des Einsatzes der elektrischen Bretter im schulischen Kontext in den Mittelpunkt seines Vortrages. Darüber hinaus wurden rechtliche und finanzielle Aspekte zur Beschaffung von IT-Gegenstände für die Hessischen Studeinseminare thematisiert.

Nach der Mittagspause zeigten Benjamin Seelisch und Rene Reinhold vom Neuen Gymnasium Rüsselsheim wie sich Tablets praxisnah in der Schule einsetzen lassen. Hierzu konnten die Teilnehmer im Rahmen von verschiedenen Workshopangeboten verschiedene Apps ausprobieren. Auf diese Weise entstanden kleine Lehrvideos, Trickfilme und vieles mehr.

Den Abschluss der diesjährigen Sommertagung gestaltete Gerhard Röhner, indem er über den Sachstand des Projektes Mefobi@n informierte.

Bild

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Wintertagung 2015

Die diesjährige Wintertagung fand unter großer Beteiligung der IT-Beauftragten in der Landessportschule Frankfurt statt. Start war 9.00 Uhr mit freundlichen Begrüßungen, einem kollegialen Austausch, leckerem Kaffee, fruchtigen Säften und feinen Gedanken…

Ingo_Bosse 2Nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmer durch Gerhard Röhner ging Jun. Prof. Dr. Ingo Bosse von der Technischen Universität Dortmund in seinem sehr kurzweiligen Vortrag auf die Thematik Medienbildung und Inklusion – wechselseitige Partizipationsgewinne ein. Zu Beginn stand der Begriff der Behinderung im Fokus. Fragen wie: Wann und in welcher Situation zeigt sich eine Behinderung, und in welchem Ausprägungsgrad? Können „normale“ Menschen in bestimmten Situationen einen höheren Grad einer Einschränkung haben als beispielsweise eine Person mit einer körperlichen Beeinträchtigung/Störung/Behinderung?

Ein zweiter Aspekt wurde in der  Thematik eines barrierefreien Netzes oder von anderen Medienangeboten (TV, Cinema, …) beleuchtet. Hier muss die UN-Konvention über Menschen mit Behinderungen Artikel 9 plus Artikel 8 und Artikel 24) herangezogen werden. Der Artikel 9: Zugänglichkeit und Nutzbarkeit weist hier deutlich darauf hin: „Medien sind ein wesentlicher Bestandteil für die vollständige Umsetzung der Grund- und Menscherechte für Menschen mit Behinderung.“„Die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit neuer Medien muss uneingeschränkt für alle Bevölkerungsgruppen gewährleistet sein.“

Inzwischen spielt auch das Thema Cybermobbing bei Menschen mit Behinderung eine Rolle. Hiezu finden sich im Netz verschieden Angebote. Ein Beispiel dafür findet sich hier.

Die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (8. März 2012 und 20.Oktober 2011) geben keine verbindenden Hinweise zu den Themen Medienbildung und Inklusion. Hingegen finden sich von der Enquete Kommision Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages (2012) einige Ausführungen: „Jede Schule sollte ein fächerübergreifendes Medienbildungskonzept als Teil des Schulprogramms entwickeln und umsetzen. Das bedeutet die Verankerung von Medienbildung in den Prüfungen und Lehrplänen für alle Fächer. (…)“ (S.90)…

Abschließend ging es um die Herausbildung von Medienkompetenz als inklusive Aufgabe. Hier wurde deutlich, dass Medienbildung immer Vermittlung von Medienkompetenz sein wird, wobei nie eine umfassende Medienkompetenz erreicht werden wird, da sich die technischen Möglichkeiten ständig erweitern werden. Im Folgenden werden Kriterien für inklusive Bildungsmedien aufgeführt:

  • Barrierefreies Webdesign und „Unniverselles Design“
  • Angemessenheit von Text und Sprache + „2 Sinne-Prinzip“
  • Individualisierung der Richtlinien und Lehrpläne
  • personalisierte Lernzugänge (min. 3. Schwierigkeitsstufen)
  • Lernen am Gemeinsamen Gegenstand
  • Feedback: erhöht Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit
  • Gut strukturiertes kooperatives / kollaboratives Lernen
  • Transfer auf reale Situationen förderlich

Anworten auf gestellte Fragen finden sich hier: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik oder auf dem Bildungsserver.

Ein zweiter Vortag von Dr. Jan-René Schluchter (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) beschäftigte sich mit dem Thema Medienbildung bei Menschen mit Behinderung und schloss direkt an den ersten Vortrag  von Prof. Bosse an.

Inklusion sollte sich im gesellschaftlichen Kontext nicht ausschließlich an Menschen mit Behinderungen ausrichten, sondern ausgehend von einer Ungleichheitsperspektive eine Chancengleichheit herszustellen. Das betrifft alle Gruppen, die sich durch Diversität auszeichnen. Das können sozio-ökonomisch Benachteiligte sein, ältere Menschen, oder, oder, oder…

Dr. Schluchter ging der Frage nach, wie man Potentiole der Medienbildung nutzen kann. Folgende Aspekte wurden hierbei näher und umfänlich betrachtet und praxisnah untermauert:

Potentiale:

  • Zugang zu Medien
  • Alternative Ausdrucksformen
  • Selbstausdruck mit Medien
  • Erschließung neuer Erfahrungs-, Handlungs- und Komminikationsräume
  • Etablierung gemeinsamer Sozialisationsräume
  • (Mit)Gestaltung öffentlicher Kommunikationsräume
  • Persönlichkeitsbildung
  • Erwerb von Medienkompetenzen

Welche Rahmenbedigungen sind hierfür erforderlich?

    • Alltags-und Lebensweltorientierung
    • Ressorcenorientierung
    • Individualisierung
    • Vielfalt an Ausdrucks- und Rezeptionsformen
    • Barrierefreiheit
    • Assistive Technologien, Universelles Design, Unterstützte Kommunikation

Selbstorganisierte und -gesteuerte Arbeitsformen / Balance zwischen Struktur und Offenheit

Um verschiedenen Zielgruppen die Möglichkeit einzuräumen, sich besser zu integrieren, besser sozial einzubringen die soziale und politische Teilhabe besser zu gestalten, muss man Medienbildung als Empowerment verstehen. Empowerment muss hierbei auf individueller und sozial-strukturellen Ebene stattfinden. Weiterhin muss Empowerment auch auf medienpraktischer Ebene stattfinden. Dazu zählt die gemeinsame Bestimmung von Entwicklungsbereichen, dass Empowerment auf Augenhöhe stattfindet, dass keine normativen, zu erreichenden Zieldimensionen im Fokus stehen, dass Pädagogen als Begleiter agieren uvm..

Nach einer kurzen Pause stellte Hans Rauch (Hessischer Bildungsserver) den Wechsel der Seminarhomepages auf das neue Bildungsserversystem vor. Der Umzu erfolgt nach Djaco. Der folgende Link Umzug der Studienseminare nach Djaco führt direkt zu den wichtigsten Informationen.

Nach dem Mittagessen ging es mit zwei Worksho-Angeboten weiter.

Workshop A – Norbert Schröder
Tablets in der Inklusion – Werkzeuge zur Differenzierung und Förderung im Klassenverband

Hierbei ging es um Schülerinnen und Schüler, welche die Regelschule oder eben im Rahmen der Inklusion Regelschulen besuchen, oft technische Hilfsmittel zum Ausgleich ihrer Einschränkungen benötigen. Tablets können hier Unterrichtsprozesse gezielt unterstützen. Sie können bei körperlichen Beeinträchtigungen ebenso helfen wie bei Sinnesbehinderungen und kognitiven Einschränkungen. Eine kostspielige und mitunter auch umstrittene „1:1“ Tabletausstattung ist hierbei nicht erforderlich.

Ausgehend von dem folgenden Zitat „Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkennen, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen, in den Schulen weniger Lärm, Überdruss und unnütze Mühe herrschen, dafür mehr Freiheit, Vergnügen und wahrhafter Fortschritt.“; ein Zitat, welches wie aus der heutigen Zeit zu sein scheint, jedoch aus dem Jahr 1657, der Großen Didaktik von Johann Ames Comenius ist, wurden bewährte Unterrichtssettings vorgestellt, in denen Tablets als Werkzeuge hilfreich sind. Der Workshop gab einen praxisnahen Überblick über  Nutzungsmöglichkeiten und stellte geeignete Apps vor. Eine besondere Einstellung, der geführte Zugriff (Einstellungen/Allgemein/Bedienungshilfen/…), als eine auf bereits im Betriebssystem installierte Möglichkeiten eingegangen. Weiterhin wurden Methoden vorgestellt, mit denen sich auch Schüler mit Lernbehinderung oder Verhaltensauffälligkeiten aktiv am Unterrichtsgeschehen beteiligen können und sogar selber Unterrichtsmaterialien für andere Schüler produzieren können.

Eine sehr schöne App ist TextGrabber, welche sich bestens zum Vorlesen von Texten abietet… fotografieren – vorlesen – fertig! Fest im Betriebssystem verankert findet sich die Funktion Assistive Touch, eine Bedienmöglichkeit für Menschen mit Spasmen oder ähnlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Für Menschen mit Hörschädigungen gibt es Apps wie Spread the Sign; für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen TapTapSee, eine kostenintensive App, da hier im Hintergrund Bildbeobachter eingebunden sind…; für Menschen, die nicht sprechen können, gibt es Talker… es gibt einfach für verschiedene Störungen oder „Nichtstörungen“ viele verschiedene Möglichkeiten…

Workshop B – Yasmine Koch
Sprachförderung mit Tablets im DaZ-Unterricht

Das iPad bietet vielerlei Möglichkeiten zur Sprachförderung und Differenzierung im Unterricht in einer DaZ-Intensivklasse. Es werden kostenlose Apps zu den Bereichen Sprachproduktion und Sprachverständnis vorgestellt. Folgende Fächer werden abgedeckt: Mathematik, Deutsch, Kunst und Sachunterricht. Anschließend können alle vorgestellten Apps selbst ausprobiert werden. Verwendete Apps: Safari, Keynote, StopMotion und die Kamera.

Zum Abschluss der Tagung stellte Gerhard Röhner den Sachstand des Projekts Mefobi@n vor.

Wir wünschen allen Teinehmern eine gute Zeit, besinnliche Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2016… & bestimmt auch wieder mit spannenden Angeboten des Projektes…

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

Sommertagung 2015

Grell_MefobianDie Tagung startete nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmer durch Gerhard Röhner mit einem spannenden und äußerst kurzweiligem Vortrag von Frau Prof. Dr. Petra Grell von der TU-Darmstadt mit dem Thema „Zukünftige Herausforderungen für den Medieneinsatz an der Schule“.

Vortrag_MefobianIm nachfolgenden Vortrag ging es um den Jugendmedienschutz. Die Handreichung zum Umgang mit sozialen Netzwerken in hessischen Schulen wurde von Rolf Schuhmann vom Hessischen Kultusministerium vorgestellt. Wichtige Themen des Jugendmedienschutzes wurden thematisiert. Dazu gehören beispielsweise die Sozialen Netzwerke, der Gebrauch von Computerspielen, der Datenschutz, die Wahrung des Urheberrechtes, verschiedene Kostenfallen, Cybermobbing, Gewaltdarstellungen, Spam, Extremismus, Pornogafie und Sexting. Vorgestellt wurden auch die Angebote des JMS in Hessen – Beratung, Webseiten für Lehrer, Eltern und Schüler, Fortbildungen, Vernetzung, Medienbildung, Lehr- und Lernmaterial, Digitale Helden, Ansprechpartner in den staatlichen Schulämtern, Referentenpool und JMS-Berater an hessischen Schulen.

Hierzu noch einmal die Handlungsempfehlungen im Überblick:

  • Die Nutzung schulinterner Lernplattformen ist der Kommunikation mit Sozialen Netzwerken vorzuziehen.
  • Von einer privaten Kontaktpflege der Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern der eigenen Schule in Sozialen Netzwerken ist ausdrücklich abzuraten. Dies betrifft insbesondere sogenannte Freundschaften.
  • Personenbezogene Daten und Dokumente dürfen über Soziale Netzwerke nicht kommuniziert werden.
  • Keine Schülerinnen und Schüler oder deren Eltern dürfen dazu gezwungen sein, sich in Soziale Netzwerke zu begeben.
  • Der sichere und kritische Umgang mit Sozialen Netzwerken ist als Teil der schulischen Medienbildung zu betrachten.

MBK_H_MefobianNach einer kurzen Pause wurde von Tanja Miehle (Referat1.4 HKM – besondere Bildungs- und Erziehungsaufgaben, kulturelle Bildung, Medienbildung) das Portfolio Medienbildungskompetenz für hessische Lehrkräfte vorgestellt. Das Portfolio umfasst folgende Bereiche:

  • Medientheorie und Mediengesellschaft
  • Didaktik und Methodik des Medeineinsatzes
  • Mediennutzung
  • Medien und Schulentwicklung
  • Lehrerrolle und Personalentwicklung

Gerhard Röhner und Manfred König stellten den aktuellen Stand der Kooperation mit der Firma SMART vor… SMART1

SMART2

Smart3

OneNoteIm Workshop von Martin Leonhardt ging es um den Einsatz der Applikation OneNote, welche sich sowohl auf dem Notebook, dem PC oder eben auch hervorragend auf dem Tablet einsetzen lässt. Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit des Ausprobierens der Software.

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht