Kreatives Lernen mit digitalen Medien in der Grund- und Förderschule – Teil I

Am 23. Mai 2013 fand in der Landessportschule Hessen in FFM die Fortbildung „Kreatives Lernen mit digitalen Medien in der Grund- und  Förderschule“ statt. Das Impulsreferat hielt Prof. Heinz Moser von der Pädagogischen Hochschule Zürich.Moser

Prof. Moser zeigte auf, dass noch vor wenigen Jahren die Nutzung von Informationstechnologien im Unterricht vornehmlich bedeutete, dass man PC’s im Unterricht einsetzte.Moser_2013_3

Mit der Vervielfältigung der digitalen Medien in den letzten Jahren haben sich auch die Anwendungsmöglichkeiten der Medien ausgeweitet. Man spricht heute von „mobilen Geräten“ und vom „konvergenten“ Medieneinsatz. Letztlich werden Medien seither im schulischen Kontext eingesetzt. Dies zeigt sich an den folgenden Thesen:

1. Neu und ungewohnt sind nicht die Medien im Unterricht, sondern: digitale Medien.

2. Doch sie bringen keine didaktische Revolution, sondern reichen den herkömmlichen Unterricht mit neuen Medien an.

3. Es braucht kein Abwarten auf die umfassende und zentrale Schul-IT. Alle können Anfangen… niederschwellig, hier und jetzt.

4. Zentrale Lösungen veralten schnell. Sollen alle Schulen SMART-Boards, Handys, Tablets an die Schülerinnen und Schuler verteilen.

Moser_2013_5

Wird damit jedoch alles nur noch komplizierter? Im Gegensatz zu dieser Vermutung wurde aufgezeigt, wie der Medieneinsatz heute durch einfache Anwendungen und das Zusammenspiel der Medien erleichtert werden kann. Der Alltag zeigt doch, dass digitale Medien überall zur Verfügiung stehen. Man muss sie nur nutzen. Die Schule muss die Chance nutzen, die mobilen und zeitgemäßen Medien der Schülerinnen und Schüler zu verwenden und vielleicht auch Schülerexperten anzuerkennen. An Beispielen aus der Unterrichtspraxis wurden dazu konkrete Beispiele aufgezeigt. Niederschwellig, aktuell  und effizient sind Schlagworte, welche die aktuelle Mediendidaktik prägen.

Moser_2013_1

Erfahrungen zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler gern bei der Umsetzung von Medienprojekten (Fotostories, Stop-Motion-Filme, Interviews, Audioclips (Gedichte vertonen), Reisen mit der Nutzung des Web planen…) mitziehen. Denn als aktive Mediennutzer werden sie auf einer Ebenen angesprochen, wo sie ihre Kompetenzen einbringen können – und gleichzeitig im kritischen Umgang mit den Medien gefördert werden. Ziel ist es natürlich immer, dass Medien in die entsprechenden Fächer lernförderlich einbezogen werden und die Unterrichtsqualität sich dabei signifikant erhöht. Allein die Faszination an einem Medium ist allein keine Rechtfertigung für den Einsatz.

Im Anschluss daran ging es dann um die praktische Arbeit mit digitalen Medien.

Die didaktischen und medienbildnerischen Ideen des Referats wurden im anschließenden Workshop vertieft. Dabei konnten aus der Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ideen entwickelt werden, wie ihr Unterricht durch den Einsatz digitaler Medien angereichert werden kann. Wesentlich ist dabei, dass die Medien einen zielfördernden Teil des Unterrichts  darstellen und nicht nur einen zusätzlichen Unterhaltungswert haben.

Den Vortrag als Folien kann man sich hier noch einmal anschauen.

Den Vortrag kann man mit einem Klick auch hier noch einmal nachhören.

Moser_2013_10

Moderation: J. Eisenträger & J. E. von Specht

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s