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… erster Dezember 2016 – Wintertagung!

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Nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmer durch Gerhard Röhner startete der Tag mit einem spannenden Vortrag mit dem Thema „Digitalisierte Bildungsprozesse und die Notwendigkeit einer „Inkompetenzkompensationskompetenz“ von Prof. Dr. Holger Horz von der Goethe-Universität-Frankfurt. Aktuelle Tendenzen, strukturelle Fragen der Zeit oder gesellschaftliche Neuausrichtungen und all das in Verbindung in Bezug auf eine stark medialisierte digitale Welt waren die Punkte, die sich wie ein Band durch den Vortrag zogen. Untermauert wurden alle Aussagen durch aktuelle Statistiken, wissenschaftliche Belege und Erfahrungen des täglichen Lebens. Die Präsentation findet man hier:

Der zweite Vortrag hatte das Thema Tablets in der Schule zum Thema. Tim Riplinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

No child left untableted“ war der Aufmacher mit dem der Referent in den Vortrag einstieg. Wie dies weltweit sich entwickelte, scheint zunächst sehr ambivalent. Positive Erfahrungen macht man wohl in den Niederlanden, an den sogenannten Steve-Jobs-Schulen. Herr Riplinger stellte darüber hinaus verschiedene Studien  aus Hessen und Rheinland-Pfalz vor. Im Weiteren wurden erfolgreiche Ideen zum Einsatz von Apps auf dem Tablet vorgestellt:

  • Tablets als normale Unterrichtswerkzeuge (Notitzenmachen, Texte lesen, Dokumentieren)
  • Apps zum Visualisieren (Geo Gebra, Mindmaps)
  • Apss zum Selbstlernen (Conjugation, Flipcards)
  • Tablets zum kreativen Gestalten (Foto, Video)
  • Tablets zum Präsentieren und Kooperieren
  • Sonderfunktionen von Tablets nutzen (GPS, Bewegungssensoren)

Den Vortrag kann man hier schauen:

Um Tabletprojekte im Kontext Unterricht erfolgreich zu gestalten, ist es so um so wichtiger, zunächst im Vorfeld interessierte Kolleginnen und Kollegen mit entsprechenden Geräten auszustatten und fortzubilden, Lernende auszustatten und ihnen die Potenziale aufzuzeigen, die Geräte dann auch mit nach Hause zu geben und selbstredend dann die Gruppe der digital affinen Kollegen durch Fortbildungen zu erweitern.

Ab 11.45 Uhr ging es um den aktuellen Umgang / Sachstand und Aktivitäten mit dem  Urheberrecht an den Studienseminaren. Georgia Markquart von der Hessischen Lehrkräfteakademie übernahm dankenswerter Weise diesen Part.

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Unmittelbar im Anschluss an die Informationen von Frau Markquart stellte Ingo Antony von der Hessischen Lehrkräfteakademie die Portfolioarbeit auf dem hessischen Bildungsserver vor. Ab April 2017, so sieht es die Planung vor, wedren die Angebote auf dem Bildungsserver bereitgestellt.

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Studierende an den hessischen Univeristäten können bereits im Rahmen ihres Studiums mit der Portfolioarbeit beginnen und die Inhalte mit in die zweite oder dritte Phase des Berufslebens mitnehmen.

Nach der Mittagspause wurde „geworkshopt“…Erik Kremser und zwei Studierende von der  Technischen Universität Darmstadt übernahmen die Nachmittagsveranstaltung „Tablets als Arbeitsgeräte in der Lehre – Was bringt mir ein Tablet für den Unterricht?“

… verschiedene Betriebssystem, diverese Interessen, unterschiedliche Fächer… all‘ dies spielte keine Rolle … es war für jeden Teilnehmer etwas dabei.

Sommertagung 2016

GerhardZu Beginn der diesjährigen Sommertagung stand das Thema Urheberrecht im Fokus der Diskussion. Lieselotte Haffke und Gerhard Röhner fragen nach, wie sich die Mediennutzung an den Hessischen Studienseminaren gestaltet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angebote des Bildungsservers entscheidend zurückgefahren wurden, was das Arbeiten deutlich erschwert. Teambildung und kollaboratives Arbeiten ist quasi unmöglich geworden,. Es wird seitens der Ausbilderinnen und Ausbilder nach eigenen kreativen privaten Lösungen gesucht, was kein Zustand sein kann und darf, da es im Kern um die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Ausbildungen hessischer Lehrkräfte geht.

Im Anschluss an die Diskussion stellte Dr. Christoph Dolanski vom Studienseminar BBS Mainz das Projekt Tablet@Ref – Einsatzbereiche aus dem Blickwinkel von Lern und Arbeitsbereichen im Studienseminar vor. Es ging im Kern um institutionalisierte Lernprozesse im Spannungsfeld von aktiver Mediennutzung (Medienkompetenzenwicklung). Dr. Dolzanski regte an das Primat didaktischer Überlegungen vor den technischen Möglichkeiten zu stellen und zeigte Wege auf, wie sich Tablets im Kontext Unterricht einsetzen lassen. Die Präsentation kann hier geschaut werden.

Silke Burkhart von der Lichtenberg-Schule in Darmstadt berichte aus der Arbeit in der Intensivklasse. Thematisiert wurde das Lernklima, der Umgang mit Regeln, der Tagesablauf und die Nutzung von Tablets. Frau Burkhart stellte Apps (Hallo; Ich will Deutsch lernen, Vokabeltrainer-App vom Goethe-Institut, Die Stadt der Wörter (iTunes) Die Stadt der Wörter (Google-Play-Store) vor und zeigte die Vorteile beim Einsatz der mobilen Greäte. Darüber hinaus wurden auch Methoden und Medien vorgestellt, die das Gelingen des Unterrichts unterstützen.

Gerhard Röhner stellte das Tablet-Projekt der Hessischen Studienseminare vor. Beginnend mit einer kleinen Rückschau rückte er die Vorzüge des Einsatzes der elektrischen Bretter im schulischen Kontext in den Mittelpunkt seines Vortrages. Darüber hinaus wurden rechtliche und finanzielle Aspekte zur Beschaffung von IT-Gegenstände für die Hessischen Studeinseminare thematisiert.

Nach der Mittagspause zeigten Benjamin Seelisch und Rene Reinhold vom Neuen Gymnasium Rüsselsheim wie sich Tablets praxisnah in der Schule einsetzen lassen. Hierzu konnten die Teilnehmer im Rahmen von verschiedenen Workshopangeboten verschiedene Apps ausprobieren. Auf diese Weise entstanden kleine Lehrvideos, Trickfilme und vieles mehr.

Den Abschluss der diesjährigen Sommertagung gestaltete Gerhard Röhner, indem er über den Sachstand des Projektes Mefobi@n informierte.

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Wintertagung 2015

Die diesjährige Wintertagung fand unter großer Beteiligung der IT-Beauftragten in der Landessportschule Frankfurt statt. Start war 9.00 Uhr mit freundlichen Begrüßungen, einem kollegialen Austausch, leckerem Kaffee, fruchtigen Säften und feinen Gedanken…

Ingo_Bosse 2Nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmer durch Gerhard Röhner ging Jun. Prof. Dr. Ingo Bosse von der Technischen Universität Dortmund in seinem sehr kurzweiligen Vortrag auf die Thematik Medienbildung und Inklusion – wechselseitige Partizipationsgewinne ein. Zu Beginn stand der Begriff der Behinderung im Fokus. Fragen wie: Wann und in welcher Situation zeigt sich eine Behinderung, und in welchem Ausprägungsgrad? Können „normale“ Menschen in bestimmten Situationen einen höheren Grad einer Einschränkung haben als beispielsweise eine Person mit einer körperlichen Beeinträchtigung/Störung/Behinderung?

Ein zweiter Aspekt wurde in der  Thematik eines barrierefreien Netzes oder von anderen Medienangeboten (TV, Cinema, …) beleuchtet. Hier muss die UN-Konvention über Menschen mit Behinderungen Artikel 9 plus Artikel 8 und Artikel 24) herangezogen werden. Der Artikel 9: Zugänglichkeit und Nutzbarkeit weist hier deutlich darauf hin: „Medien sind ein wesentlicher Bestandteil für die vollständige Umsetzung der Grund- und Menscherechte für Menschen mit Behinderung.“„Die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit neuer Medien muss uneingeschränkt für alle Bevölkerungsgruppen gewährleistet sein.“

Inzwischen spielt auch das Thema Cybermobbing bei Menschen mit Behinderung eine Rolle. Hiezu finden sich im Netz verschieden Angebote. Ein Beispiel dafür findet sich hier.

Die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (8. März 2012 und 20.Oktober 2011) geben keine verbindenden Hinweise zu den Themen Medienbildung und Inklusion. Hingegen finden sich von der Enquete Kommision Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages (2012) einige Ausführungen: „Jede Schule sollte ein fächerübergreifendes Medienbildungskonzept als Teil des Schulprogramms entwickeln und umsetzen. Das bedeutet die Verankerung von Medienbildung in den Prüfungen und Lehrplänen für alle Fächer. (…)“ (S.90)…

Abschließend ging es um die Herausbildung von Medienkompetenz als inklusive Aufgabe. Hier wurde deutlich, dass Medienbildung immer Vermittlung von Medienkompetenz sein wird, wobei nie eine umfassende Medienkompetenz erreicht werden wird, da sich die technischen Möglichkeiten ständig erweitern werden. Im Folgenden werden Kriterien für inklusive Bildungsmedien aufgeführt:

  • Barrierefreies Webdesign und „Unniverselles Design“
  • Angemessenheit von Text und Sprache + „2 Sinne-Prinzip“
  • Individualisierung der Richtlinien und Lehrpläne
  • personalisierte Lernzugänge (min. 3. Schwierigkeitsstufen)
  • Lernen am Gemeinsamen Gegenstand
  • Feedback: erhöht Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit
  • Gut strukturiertes kooperatives / kollaboratives Lernen
  • Transfer auf reale Situationen förderlich

Anworten auf gestellte Fragen finden sich hier: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik oder auf dem Bildungsserver.

Ein zweiter Vortag von Dr. Jan-René Schluchter (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) beschäftigte sich mit dem Thema Medienbildung bei Menschen mit Behinderung und schloss direkt an den ersten Vortrag  von Prof. Bosse an.

Inklusion sollte sich im gesellschaftlichen Kontext nicht ausschließlich an Menschen mit Behinderungen ausrichten, sondern ausgehend von einer Ungleichheitsperspektive eine Chancengleichheit herszustellen. Das betrifft alle Gruppen, die sich durch Diversität auszeichnen. Das können sozio-ökonomisch Benachteiligte sein, ältere Menschen, oder, oder, oder…

Dr. Schluchter ging der Frage nach, wie man Potentiole der Medienbildung nutzen kann. Folgende Aspekte wurden hierbei näher und umfänlich betrachtet und praxisnah untermauert:

Potentiale:

  • Zugang zu Medien
  • Alternative Ausdrucksformen
  • Selbstausdruck mit Medien
  • Erschließung neuer Erfahrungs-, Handlungs- und Komminikationsräume
  • Etablierung gemeinsamer Sozialisationsräume
  • (Mit)Gestaltung öffentlicher Kommunikationsräume
  • Persönlichkeitsbildung
  • Erwerb von Medienkompetenzen

Welche Rahmenbedigungen sind hierfür erforderlich?

    • Alltags-und Lebensweltorientierung
    • Ressorcenorientierung
    • Individualisierung
    • Vielfalt an Ausdrucks- und Rezeptionsformen
    • Barrierefreiheit
    • Assistive Technologien, Universelles Design, Unterstützte Kommunikation

Selbstorganisierte und -gesteuerte Arbeitsformen / Balance zwischen Struktur und Offenheit

Um verschiedenen Zielgruppen die Möglichkeit einzuräumen, sich besser zu integrieren, besser sozial einzubringen die soziale und politische Teilhabe besser zu gestalten, muss man Medienbildung als Empowerment verstehen. Empowerment muss hierbei auf individueller und sozial-strukturellen Ebene stattfinden. Weiterhin muss Empowerment auch auf medienpraktischer Ebene stattfinden. Dazu zählt die gemeinsame Bestimmung von Entwicklungsbereichen, dass Empowerment auf Augenhöhe stattfindet, dass keine normativen, zu erreichenden Zieldimensionen im Fokus stehen, dass Pädagogen als Begleiter agieren uvm..

Nach einer kurzen Pause stellte Hans Rauch (Hessischer Bildungsserver) den Wechsel der Seminarhomepages auf das neue Bildungsserversystem vor. Der Umzu erfolgt nach Djaco. Der folgende Link Umzug der Studienseminare nach Djaco führt direkt zu den wichtigsten Informationen.

Nach dem Mittagessen ging es mit zwei Worksho-Angeboten weiter.

Workshop A – Norbert Schröder
Tablets in der Inklusion – Werkzeuge zur Differenzierung und Förderung im Klassenverband

Hierbei ging es um Schülerinnen und Schüler, welche die Regelschule oder eben im Rahmen der Inklusion Regelschulen besuchen, oft technische Hilfsmittel zum Ausgleich ihrer Einschränkungen benötigen. Tablets können hier Unterrichtsprozesse gezielt unterstützen. Sie können bei körperlichen Beeinträchtigungen ebenso helfen wie bei Sinnesbehinderungen und kognitiven Einschränkungen. Eine kostspielige und mitunter auch umstrittene „1:1“ Tabletausstattung ist hierbei nicht erforderlich.

Ausgehend von dem folgenden Zitat „Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkennen, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen, in den Schulen weniger Lärm, Überdruss und unnütze Mühe herrschen, dafür mehr Freiheit, Vergnügen und wahrhafter Fortschritt.“; ein Zitat, welches wie aus der heutigen Zeit zu sein scheint, jedoch aus dem Jahr 1657, der Großen Didaktik von Johann Ames Comenius ist, wurden bewährte Unterrichtssettings vorgestellt, in denen Tablets als Werkzeuge hilfreich sind. Der Workshop gab einen praxisnahen Überblick über  Nutzungsmöglichkeiten und stellte geeignete Apps vor. Eine besondere Einstellung, der geführte Zugriff (Einstellungen/Allgemein/Bedienungshilfen/…), als eine auf bereits im Betriebssystem installierte Möglichkeiten eingegangen. Weiterhin wurden Methoden vorgestellt, mit denen sich auch Schüler mit Lernbehinderung oder Verhaltensauffälligkeiten aktiv am Unterrichtsgeschehen beteiligen können und sogar selber Unterrichtsmaterialien für andere Schüler produzieren können.

Eine sehr schöne App ist TextGrabber, welche sich bestens zum Vorlesen von Texten abietet… fotografieren – vorlesen – fertig! Fest im Betriebssystem verankert findet sich die Funktion Assistive Touch, eine Bedienmöglichkeit für Menschen mit Spasmen oder ähnlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Für Menschen mit Hörschädigungen gibt es Apps wie Spread the Sign; für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen TapTapSee, eine kostenintensive App, da hier im Hintergrund Bildbeobachter eingebunden sind…; für Menschen, die nicht sprechen können, gibt es Talker… es gibt einfach für verschiedene Störungen oder „Nichtstörungen“ viele verschiedene Möglichkeiten…

Workshop B – Yasmine Koch
Sprachförderung mit Tablets im DaZ-Unterricht

Das iPad bietet vielerlei Möglichkeiten zur Sprachförderung und Differenzierung im Unterricht in einer DaZ-Intensivklasse. Es werden kostenlose Apps zu den Bereichen Sprachproduktion und Sprachverständnis vorgestellt. Folgende Fächer werden abgedeckt: Mathematik, Deutsch, Kunst und Sachunterricht. Anschließend können alle vorgestellten Apps selbst ausprobiert werden. Verwendete Apps: Safari, Keynote, StopMotion und die Kamera.

Zum Abschluss der Tagung stellte Gerhard Röhner den Sachstand des Projekts Mefobi@n vor.

Wir wünschen allen Teinehmern eine gute Zeit, besinnliche Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2016… & bestimmt auch wieder mit spannenden Angeboten des Projektes…

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

Sommertagung 2015

Grell_MefobianDie Tagung startete nach einer kurzen Begrüßung aller Teilnehmer durch Gerhard Röhner mit einem spannenden und äußerst kurzweiligem Vortrag von Frau Prof. Dr. Petra Grell von der TU-Darmstadt mit dem Thema „Zukünftige Herausforderungen für den Medieneinsatz an der Schule“.

Vortrag_MefobianIm nachfolgenden Vortrag ging es um den Jugendmedienschutz. Die Handreichung zum Umgang mit sozialen Netzwerken in hessischen Schulen wurde von Rolf Schuhmann vom Hessischen Kultusministerium vorgestellt. Wichtige Themen des Jugendmedienschutzes wurden thematisiert. Dazu gehören beispielsweise die Sozialen Netzwerke, der Gebrauch von Computerspielen, der Datenschutz, die Wahrung des Urheberrechtes, verschiedene Kostenfallen, Cybermobbing, Gewaltdarstellungen, Spam, Extremismus, Pornogafie und Sexting. Vorgestellt wurden auch die Angebote des JMS in Hessen – Beratung, Webseiten für Lehrer, Eltern und Schüler, Fortbildungen, Vernetzung, Medienbildung, Lehr- und Lernmaterial, Digitale Helden, Ansprechpartner in den staatlichen Schulämtern, Referentenpool und JMS-Berater an hessischen Schulen.

Hierzu noch einmal die Handlungsempfehlungen im Überblick:

  • Die Nutzung schulinterner Lernplattformen ist der Kommunikation mit Sozialen Netzwerken vorzuziehen.
  • Von einer privaten Kontaktpflege der Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern der eigenen Schule in Sozialen Netzwerken ist ausdrücklich abzuraten. Dies betrifft insbesondere sogenannte Freundschaften.
  • Personenbezogene Daten und Dokumente dürfen über Soziale Netzwerke nicht kommuniziert werden.
  • Keine Schülerinnen und Schüler oder deren Eltern dürfen dazu gezwungen sein, sich in Soziale Netzwerke zu begeben.
  • Der sichere und kritische Umgang mit Sozialen Netzwerken ist als Teil der schulischen Medienbildung zu betrachten.

MBK_H_MefobianNach einer kurzen Pause wurde von Tanja Miehle (Referat1.4 HKM – besondere Bildungs- und Erziehungsaufgaben, kulturelle Bildung, Medienbildung) das Portfolio Medienbildungskompetenz für hessische Lehrkräfte vorgestellt. Das Portfolio umfasst folgende Bereiche:

  • Medientheorie und Mediengesellschaft
  • Didaktik und Methodik des Medeineinsatzes
  • Mediennutzung
  • Medien und Schulentwicklung
  • Lehrerrolle und Personalentwicklung

Gerhard Röhner und Manfred König stellten den aktuellen Stand der Kooperation mit der Firma SMART vor… SMART1

SMART2

Smart3

OneNoteIm Workshop von Martin Leonhardt ging es um den Einsatz der Applikation OneNote, welche sich sowohl auf dem Notebook, dem PC oder eben auch hervorragend auf dem Tablet einsetzen lässt. Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit des Ausprobierens der Software.

Moderation: Joachim Eisenträger & Jörn E. von Specht

Wintertagung in Frankfurt 2014…

Wintertagung_2014

Das Urheberrecht ist unter anderem durch den § 52a UhrG geregelt, welchem man hier im Wortlaut einsehen kann. Die Studienseminare gehören hierbei zu den nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung.

Zu beachten ist, dass für die öffentliche Zugänglichmachung eine angemessene Vergütung zu zahlen ist. Dieser Anspruch kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft (VG Wort; GEMA, GVL, oder hier) geltend gemacht werden. Die Verwertungsgesellschaften haben mit den Bundesländern zur Abgeltung der Vergütungsansprüche zum Teil Gesamtverträge (diese gelten nicht für die StS) abgeschlossen (gelten ausschließlich für Schulen und Hochschulen). Zu beachten ist ebenfalls die Größe der einzustellenden Werke. Auch hier gelten im schulischen Kontext nur Teile eines Werkes.

  • Teil eines kleinen Werkes: bei Schulen: max. 12% eines Werkes bei Büchern bis zu 100 Seiten; bei Filmen jedoch nicht mehr als 5 Minuten Länge
  • für wiss. Arbeiten: Teile eines Werkes 25% eines Druckwerkes, jedoch nicht mehr als 100 Seiten
  • Werk geringen Umfangs: Werke bis 25 Seiten
  • Beiträge aus Zeitschriften = Aufsätze

Die öffentliche Zugänglichmachung darf stets nur für einen bestimmten abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmerrinnen/-teilnehmern zur Veranschaulichung für Zwecke des Unterrichts erfolgen. Zudem muss die öffentliche Zugänglichmachung stets zur Veranschaulichung im Unterricht bzw. zur eigenen wissenschaftlichen Forschung geboten sein.

So darf man keinesfalls über einen größeren Zeitraum hinaus urheberrechtlich geschütztes Material „konservieren“, bis beispielsweise eine neue LiV-Gruppe neu darauf zugreifen möchte oder soll. Eine Blindschaltung ist keine Lösung, da diese Daten wohl auch (???) von Suchmaschinen gefunden werden können. Es muss so aus dem Bereich entfernt und ggf. neu eingestellt werden.

Nicht zulässig ist die öffentliche Zugänglichmachung für kommerzielle Zwecke.

Die Schranke des §52a UrgH gilt nicht für die öffentliche Zugänglichmachung von Werken die für den Unterricht erstellt werden (betrifft Werke der Schulbuchverlage).

Bei einer Zugänglichmachung muss stets die Quelle einschließlich des Namens des Urhebers/ der Urheberin sowie die URL (bei Web-Quellen), wenn möglich auch das Datum des Downloads angegeben werden.

Schulen sind hier gegenüber den StS privilegiert, soweit diese nicht den Universitäten angegliedert sind (auch dies gibt es in Deutschland). Es fehlt eine pauschale Vereinbarung mit den Verwertungsgesellschaften über die Vergütungshöhe, es gibt momentan keinen Gesamtvertrag für die Studienseminare. Infolgedessen müssen Ausbilder/Ausbilderinnen im Einzelnen Verträge mit den Verwertungsgesellschaften abschließen. Dies ist so mit den Seminarleitungen unter Berücksichtigung des jeweiligen Haushaltes der Seminare abzustimmen. Die Leiterin/ der Leiter eines StS ist vorab verpflichtet zu prüfen, ob ausreichend Budget vorhanden ist. Sie/Er muss das Benehmen mit der zuständigen Person, die für den Haushalt verantwortlich ist Kontakt aufnehmen und den Sachverhalt prüfen.

Eine Handreichung hierzu wird erstellt und wird dann den Seminaren zugänglich gemacht.

Was wären die Folgen?:

Dem Land Hessen drohen empfindliche Schadensersatzforderungen.

Das Land muss i. d. R. eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben, in der sich das Land dazu verpflichtet, für jeden künftigen Verstoß eine Vertragsstrafe zu bezahlen.

In den meisten Fällen werden Vertragsstrafen von 500 € und mehr gefordert. Zudem gelten Unterlassungserklärungen. Es muss sicher gestellt werden, dass Wiederholungen ausgeschlossen werden müssen, da sonst weitere (nicht überschaubare) Kosten entstehen. Ausbilder/innen sind sowohl Lehrkräfte im schulischen Kontext als auch Mitglied des StS, was in der Schule gilt, überträgt sich nicht aus die Ausbildung. Das Verlinken auf exteren Seiten ist erlaubt, so weit bekannt ist, dass nicht auf rechtswidrige Seiten verwiesen wird.

Auch die Rückkehr zum Gebrauch eines Handapparates (Nutzung von Umdruckmaschinen, Kopien; Werke per Mail) ist nicht rechtssicher! Genaueres ist im §53 geregelt.

Dr. Harald Müller vom Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“  setzte sich in seinem Vortrag mit der Thematik „Blockiert das Recht digitale Angebote für Bildung und Wissenschaft“ auseinander. Dabei ging es nicht um Lösungen in der Zukunft (hier wird es Änderungen geben, das die digitale Welt nicht mit der analogen zu vergleichen ist), sondern in der heutigen Zeit.

Eine kleine Fibel zu dieser Thematik kann hier geladen werden.

Rau_TU_Darmst_2014Kurz vor dem Mittagessen referierte Franco Rau von der TU Darmstadt über „Facebook in der Schule“. Den Vortrag kann man hier noch einmal nachschauen.

Sommertagung

Die Tagung startete nach einer kurzen Einführung durch Joachim Eisenträger mit  dem Vortrag „Transformationsprozesseg im Internet als medienpädagogischeHerausforderung“ von Prof. Dr. Stefan Iske, Goethe-Universität Frankfurt.Iske_Sommertagung_2Zunächst ging Prof. Dr. Iske auf den 25-jährigen Geburtstag des Web ein. Hierbei verwies er zunächst auf die ursprünglichen Grundprinzipien des Netzes, wie Universalität, minimale Beschränkung, Dezentralität sowie der Trennung von Medium und Inhalt. Sehr kritisch beleutete er dann das Netz und zeigte die Abgrenzung des www und neue Trends, Regulierungen, Priorisierungen, Entwicklungsschritte und Services auf. Den gesamten Vortrag von Prof. Iske findet man nach der Freischaltung hier…

Im zweiten Teil der Sommertagung ging es um die Vorstellung des Office-365-Paketes. Der Referent war Uwe Maurer. Nach der Vorstellung der einzelnen Möglichkeiten, welche die Oberfläche bietet, wurden exemplarisch Vorzüge der Kalenderfunktion, Datei-Anwendungs- und Zugriffsmöglichkeiten. Im zweiten Teil des Vortrages wurde das Tool OneNote vorgestellt. Den Foliensatz des Vortrages kann man,…hier einsehen…das dauert aber noch….

Nach der Mittagspause stellte Lothar Spies ein Tablet-Pilot-Projekte an Wiesbadener Schulen vor. Begleitet wurden die Projekte von Professor Stefan Aufenanger der Universität Mainz. Anhand von Filmsequenzen wurden Meinungen, Sichtweisen und Einschätzungen seitens der Schülerinnen und Schüler, der Lehrpersonen oder auch von Prof. Stefan Aufenanger präsentiert. Der Link hierzu findet sich hier. Für alle, die mehr erfahren möchten können hier nachschauen.

Im Letzten Teil der diesjährigen Sommertagung stellten zwei Mitarbeiter des Cornelsen-Verlages in einem Workshop SCOOK vor. Dank der Kooperation zwischen dem Cornelsen-Verlag und den Hessischen Studienseminaren können Ausbilderinnen und Ausbilder, LiV und eben auch Schülerinnen und Schüler von diesem Projekt profitieren. Am Anfang der Präsentation des Cornelsen-Projektes stand eine Fragerunde. Fragen und Antworten, welche die Teilnehmer beschäftigten finden sich hier:

Wie erfolgt das Feedback an Cornelsen?
Ausbilder/innen sind nicht verpflichtet Berichte zu schreiben. Gute Unterrichtsbeispiele der LiV oder Examensarbeiten zum Thema können aber gegebenenfalls auf Fachtagungen vorgestellt oder – sofern redaktionell passend – in Fachzeitschriften der Cornelsen-Schulverlage veröffentlicht werden. Für letzteres erhielten die LiV dann ein Autorenhonorar. Am Ende des Projekts wird das LSA einen Fragebogen verschicken, der von LiV und Ausbilder/innen ausgefüllt werden soll. Die Auswertung und Evaluation übernimmt dann Manfred König im LSA. Zudem plant die Projektgruppe einen Fachtag mit Präsentationen beispielhafter Unterrichtsszenarien, zu denen interessierte Studienseminare eingeladen werden. Es sind – nach Vorabsprache und Einverständnis – auch Besuche von Seminarveranstaltungen durch die Projektgruppe geplant.

Wie kam der Kontakt zu Cornelsen zustande?
Der Kontakt kam über die Bundesinitiative D 21 zustande. Cornelsen hat in diesem Zusammenhang die Unterstützung des hessischen Projekts angeboten. Da es sich um ein namhaftes Unternehmen mit langjährigen Geschäftsverbindungen zum Land Hessen handelt, wurde dann auf Basis der hessischen Sponsoringrichtlinien eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.

Wie kommt man an die Lizenzschlüssel für die digitalen Schulbücher auf http://www.scook.de?
Die Zugangscodes befinden sich bei Neuerscheinungen von Schulbüchern der Cornelsen Schulverlage auf der ersten Seite des Schulbuches. Der Code kann von Lehrkräften 5 Jahre lang genutzt werden.

Im Rahmen des Projekts können die AusbilderInnen und die LiV E-Books zu Titeln der Corbnelsen Schulverlage nutzen (auf http://www.scook.de und in der Lösung http://www.digitale-schulbücher.de ). Sie müssen im Projektrahmen nicht – wie vorgesehen – die Pri9nttitel eingeführt haben. Auf scook.de können sich die Projektteilnehmer E-Books mithilfe des Vertrauenshakens selbständig freischalten. Für Digitale Schulbücher auf http://www.digitale-schulbuecher.de  können sich die ProjektteilnehmerInnen über die entsprechenden Verlagssites (z.B. http://www.cornelsen.de/digitale-schulbuecher) selbständig Nutzungscodes bestellen.

Darf man Software im Rahmen des Projekts an LiV weitergeben?
Die lokal installierbare Software ist für die Arbeit in den Studienseminaren bestimmt. LiV dürfen die Software auf den Notebooks der Studienseminare auch im Unterricht einsetzen. Eine Weitergabe der Software an die Schulen ist nicht vorgesehen. LiV dürfen sie aber zuhause zur privaten Unterrichtsvorbereitung nutzen.

Ist scook eine Lösung der Cornelsen Schulverlage? Im Moment finden sich auf scook.de Inhalte der Cornelsen Schulverlage und ihrer Partner (FWU, bettermarks usw.) Der Verlag befindet sich aber in Verhandlung mit weiteren Verlagen, welche ebenfalls zukunftig hier ihre Lehrbücher anbieten können.

Was ist der Unterschied zwischen „Digitale-Schulbücher“ und Scook? Digitale Schulbücher ist eine Lösung des Verbandes der Bildungsmedienhersteller. Hier sind auch andere Verlage vertreten. Auf Scook momentan nur Cornelsen-Produkte. Allerdings findet man auf scook.de zahlreiche digitale Zusatzmaterialien zu den E-Books (Video, Audio, Unterrichtsmanager usw) und zusätzliche Funktionalitäten (Unterrichtsplanung), die Digitale Schulbücher nicht bietet.

In wie weit kann ich die zusätzlichen Materialangebotedes Unterrichtsmanagers, die ja kostenpflichtig sind, im Projekt kostenfrei zu nutzen? Sie finden hierzu alle Angaben in den Mails von G. Röhner an die AusbilderInnen und an die LiV vom 16.07.2014 (Betreff Cornelsen-Kooperationsprojekt), die den STS zugegangen ist.